Tourismusförderungsfonds des Kantons Freiburg (TFF)

Der Tourismusförderungsfonds des Kantons Freiburg (TFF) dient der Finanzierung touristischer Projekte auf dem Gebiet der kantonalen und regionalen touristischen Entwicklungsschwerpunkte.

Der Tourismusförderungsfonds wurde durch das Tourismusgesetz von 1973 begründet. Er trat erstmals 1980 in Aktion. Es bestehen zwei Möglichkeiten zur Unterstützung: Die ordentliche Hilfe und die ausserordentliche Hilfe.
Ordentliche Hilfe
Eine ordentliche Hilfe kann für neue touristische Anlagen oder für Renovationsarbeiten gewährt werden, die sich direkt auf das bestehende Angebot an touristischen Anlagen auswirken.

Die ordentliche Hilfe besteht aus der Übernahme eines Teils der Zinsen auf die geschuldeten fremden Liegenschaften.
Ausserordentliche Hilfe
Das ursprüngliche Dispositiv des Fonds wurde dank der Annahme des heutigen Tourismusgesetzes im Jahr 1990 durch die Möglichkeit der ausserordentlichen Hilfe ergänzt. Dieser ausserordentliche Verfahrenstyp soll dem Kanton ermöglichen, Anlagen von kantonaler Bedeutung, deren Weiterbestand gefährdet ist, zu retten und so die wirtschaftliche Entwicklung der betroffenen Regionen zu sichern.
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Die ausserordentlichen Hilfen erfordern beträchtliche Mittel: Im Prinzip setzen sie folglich die Gewährung ausserordentlicher zusätzlicher Mittel durch den Grossen Rat zugunsten des Fonds voraus. Dank der ausserordentlichen Hilfen konnten bis heute mehrere wichtige Bergbahnunternehmungen des Kantons gerettet werden, deren Tätigkeiten sich weiterhin vorteilhaft auf die Wirtschaft der betroffenen Regionen auswirken.
Einige Aspekte des Tourismusgesetzes des Kantons Freiburg hinsichtlich des Tourismusförderungsfonds:

  • Der Fonds unterstützt Bau- und Renovierungsarbeiten, wenn das Projekt nicht unter die ordentlichen Aufgaben der öffentlichen Körperschaften fällt, wenn es das regionale Wirtschaftsumfeld berücksichtigt, und wenn das Projekt von allgemeinem Interesse ist und von den betroffenen regionalen Körperschaften und Gemeinden entsprechend ihren finanziellen Möglichkeiten unterstützt wird.
  • Auch wenn der Verwaltungsausschuss vor dem definitiven Entscheid die Bewilligung zum Baubeginn erteilt hat, ist er nicht verpflichtet, die beantragte Hilfe zu gewähren. Für Projekte, bei denen ohne Bewilligung des Verwaltungsausschusses mit den Bauarbeiten begonnen wird, kann keine Hilfe gewährt werden.
  • Der Fonds wird durch einen jährlichen, im Voranschlag festgelegten Beitrag des Kantons von mindestens 500 000 Franken sowie durch einen Anteil am Ertrag der Betriebsabgaben gemäss der Gesetzgebung über die öffentlichen Gaststätten und durch Kapitalzinsen finanziert.
  • Es besteht kein Rechtsanspruch auf Leistungen des Fonds.

Wichtige Hinweise

Das Gesuchsformular ist vollständig, exakt und sorgfältig auf www.fet-tff.ch auszufüllen.

Die Prüfung des Gesuchs um eine Finanzhilfe stützt sich ausschliesslich auf die eingereichten Unterlagen: Die antragstellende Person nimmt davon Kenntnis, dass sie die volle Verantwortung für die gelieferten Informationen und deren absolute Exaktheit trägt.

Bedingungen für ordentliche Beiträge gemäss Verordnung des Staatsrates :
Mehr Informationen
  • Betroffene Anlagen: Beherbergungsbetriebe und Freizeitanlagen;
  • Referenzbetrag: Bei privaten Projekten kann der Referenzbetrag bis zu 100 % des verzinsbaren Fremdkapitals entsprechen;
  • Arten von Fremdkapital: Verzinsbare Darlehen und/oder Bürgschaften, die im Rahmen der wirtschaftlichen Massnahmen infolge der COVID19-Pandemie vom Bund oder vom Kanton gewährt wurden, werden zusätzlich zum Fremdkapital berücksichtigt;
  • Dauer des Zinskostenbeitrags: Der Beitrag an die Zinskosten nach den Buchstaben a–c wird während höchstens 21 Monaten ab der Beitragszusicherung, längstens jedoch bis am 31. Dezember 2021 ausgezahlt.
Die ordentliche Hilfe kann ausnahmsweise auf die allfällige Übernahme eines Teils der vom Betreiber geschuldeten Miet- und Pachtzinsen ausgeweitet werden. Es gelten dafür die folgenden Bedingungen:

  • Empfängerkreis: Das Gesuch um einen auf Miet- und Pachtzinsen ausgeweiteten Beitrag kann vom Betreiber gestellt werden;
  • Forderungsverzicht: Der Beitrag des TFF entspricht höchstens der vom Eigentümer zugestandenen Miet- oder Pachtzinsreduktion;
  • Bundesbeiträge: Es muss ein Gesuch um einen vom Bund verbürgten Überbrückungskredit im Sinne der Bundesverordnung vom 25. März zur Gewährung von Krediten und Solidarbürgschaften in Folge des Coronavirus gestellt worden sein;
  • Reduktion der Tätigkeit: Es muss eine um über 80 % verminderte Geschäftstätigkeit für Beherbergung und Freizeit zwischen März und Mai 2020 nachgewiesen werden;
  • Kumulierungsverbot: Die Beiträge nach Absatz 1 und nach diesem Absatz können nicht kumuliert werden;
  • Dauer des Beitrags: Der Beitrag an die Miet- und Pachtzinsen nach den Buchstaben a–e wird während höchstens 12 Monaten ab der Beitragszusicherung, längstens jedoch bis am 31. Dezember 2021 ausgezahlt.
Der Verwaltungsausschuss des TFF trifft alle erforderlichen Massnahmen, um eine gute und gerechte Verwaltung und Aufteilung der gewährten Zusatzbeiträge zu gewährleisten.

Für die vom Verwaltungsausschuss des Tourismusförderungsfonds getroffenen Beschlüsse wird eine Verwaltungsgebühr in Höhe von CHF 250.00 erhoben.

Da der Tourismusförderungsfonds kein verbindliches (automatisches) Subventionierungsinstrument ist, nimmt die antragstellende Person davon Kenntnis, dass gemäss Artikel 50 Absatz 4 des Gesetzes über den Tourismus «kein Rechtsanspruch auf Leistungen des Fonds besteht» und die Entscheide des Verwaltungsausschusses des Fonds nur auf Willkür überprüft werden können (TG Artikel 73)

Das folgende Formular muss ausgefüllt werden für die offizielle Einreichung eines Gesuchs beim Tourismusförderungsfonds des Kantons Freiburg  (TFF).